Kulla Gerät ( Kulla-Kultivator, SKOVMAS Kultivator)

Das Kulla Gerät ist ein Anbaugerät zur Herstellung von Pflanzplätzen oder Streifen für die Naturverjüngung. Vier Zinkenreihen, auf einer Achse gelagert, ziehen die Bodendecke ab. (Rohhumus,  Grasnarbe ….) Als Zugmittel dienen kleine leichte Allradschlepper mit ca. 40 PS oder die heute immer häufiger eingesetzten kleinen Forstraupen.

Die Pflanzplätze/Streifen haben eine Breite von 50-60 cm. Die Länge kann über eine Zeitschaltuhr eingestellt werden. Die Leistung beträgt ca. 400-500 Plätze/Std. Die Pflanzplätze erfordern eine nachfolgende Handbepflanzung, und die Erfahrungen aus Dänemark haben gezeigt, dass die Kulla Plätze die Pflanzarbeit ganz erheblich erleichtert und der Kulturerfolg, nämlich das sichere Anwachsen der Pflanzen, immer wieder Erstaunen hervorruft. Eine spätere Unkrautbekämpfung ist sehr oft unnötig. In Dänemark, wo das Kulla Gerät schon seit über 50 Jahren zum Einsatz kommt, hat es sich auf allen Standorten, von schwersten Lehmböden auf Lolland-Falster bis zu den Dünenschutzforsten in Westjütland bestens bewährt. Aber auch im Nordostdeutschen Tiefland mit 70 % Kiefernanteil kommt das Kulla Gerät immer häufiger zum Einsatz. Die durch Klimawandel und Umwelteinflüsse ständige Anreicherung von Stickstoff im Oberboden ärmerer Kiefernstandorte führt nachweislich zur einer starken Förderung von Konkurrenzvegetation, z. B. Drahtschmiele, Land-Reitgras, Blaubeere. Das natürliche Verjüngungsfenster für Kiefernaltbestände wird somit immer begrenzter. Eine Unterbrechung der Konkurrenzwirkung, die von der Bodenvegetation ausgeht, ist daher besonders während der frühen Phase der Verjüngung erforderlich. Das Ergebnis ist eine kleinflächige, mosaikartige Freilegung des Minaralbodens. Die Nährstoffe aus der später mineralisierten  Rohhumusdecke befinden sich direkt am Pflanzplatz und können nach Freisetzung von der Jungpflanze aufgenommen werden.

Das Kulla Verfahren wird auch den Ansprüchen der PEFC- Zertifizierung gerecht. („eine plätzeweise und streifenweise Bodenverwundung ist zulässig, wenn eine Einleitung der Verjüngung auf anderem Wege nicht möglich ist.“)

Zur Vermietung stehen sechs verschiedene Bauformen bereit, ebenso Geräte mit gleichzeitiger Kalkung/Düngung der Pflanzplätze. Wo die Altbestände sehr licht stehen und genügend Platz ist, haben wir auch Geräte mit zwei Aggregaten an einem Tragholm. Ältere Forstleute kennen vieleicht das seinerzeit von der Fa. Hans Wahlers aus Lauenbrück importierte Gerät aus Dänemark „SKOVMAS-Kultivator“. Heute ist eher der im Video zu sehende Moheda Kultivator aus dem Grube Katalog bekannt.